BOMBARDIER – WIEN 10 - WETTBEWERB 2006

 

Das ordnende Prinzip dieses Entwurfs ist der öffentliche Raum: ein geometrisch stringent definierter Park. Die Großform ist hier keine Baumasse, sondern Freiraum, der als sozialer Katalysator für das neue Viertel und die angrenzende Nachbarschaft wirkt. Im Geviert des Parks sind mannigfaltige Aktivitätszonen so platziert, dass unterschiedliche soziale Gruppen animiert werden, nebeneinander zu spielen, sich zu erholen und so weiter. Die Volksschule, das Kindertagesheim und der Kindergarten liegen am Ufer des Parks. Die Wohnbebauung säumt den Park dort, wo sie kann, und bietet den Bewohnern einen Blick aus dem Wohnzimmer auf das Grün. Die Destination der Hauptgehwege ist der Park. Der Großteil der Wohnungen wird durch einen 15 Meter tiefen Dreispännertyp definiert. Vier Türme geben der dichten Bebauung Lockerheit und ein perspektivisches Vexierspiel. Die Laubenganghäuser an der Donaufelder Straße öffnen das Bombardierviertel visuell zur Nachbarschaft. Die „Waggonhäuser“ am Park und die „Teppichbebauung“, die als Höhenübergang zu niedrigen Nachbarsiedlungen dient, verschaffen diesem Ort durch ihre gestalterische Eigenart eine spezifische Aura. Differenzierte, flexible Wohnungstypen, wahrlich nutzbare und programmierte Außenräume schaffen und fördern Individualität, Wohn- und Aufenthaltsqualität. Treffpunkt ist der Park.

Projekt: Städtebauliches Expertenverfahren Bombardiergründe
Ort: 1210 Wien
Jahr: 2006
Entwurf: Christoph Lechner
Mitarbeit: Jason Bergeron
Bombardier | 1210 Wien | 2006