MESSE WIEN – WIEN 2 - 2001-2004

 

Die Aufgabe, die sich hier stellte, war es, zwei ungleiche Paare unter ein Joch zu spannen: Einerseits mussten kolossale Baumassen und Flächen entwerferisch, technisch und ökonomisch in kurzer Zeit zur Ordnung gerufen werden; andererseits konnten und wollten wir uns dem Dialog mit dem Ort „Prater“, mit allem, was den Genius Loci ausmacht, nicht entziehen. Abgesehen von der Selbstverständlichkeit, ein hochmodernes, innovatives, reibungslos funktionierendes Messe- und Kongressareal zu entwickeln, war es – unausgesprochen – doch aufgabenimmanent, ein neues Zeichen für den Prater und für Wien zu schaffen, das über die Grenzen der Stadt hinauswirken sollte. Das an erster Stelle stehende architektonische Leitmotiv der einzelnen Bauwerke des Ensembles – Ausstellungshallen, Eingangshallen, Büroturm, Kongresszentrum, „Verbindungsstraße“ – ist die scharfe Portraitierung der Lesbarkeit, nachvollziehbarer Konstruktion und Technik. Die Suche sollte der Architektur als Poesie der Tektonik und Konstruktion gelten.

Projekt: Messe Wien
Auftrag als Peichl & Partner ZT GmbH
Ort: 1020 Wien
Jahr: 2001 - 2004
Entwurf: Christoph Lechner, Gustav Peichl, Katharina Fröch, Rudolf Weber, Alexander Van der Donk
Mitarbeit: Reto Schindler, Georg Wizany, Bernhard Müllner, Sandra Abheiter, Irene Svec, Hamid Abolahrar
 
Die Messe Wien besteht aus drei Messehallen mit knapp 49.000 m2 und einer Multifunktionshalle (9.000 m2 Ausstellungsfläche) sowie einem angeschlossenen Kongresszentrum mit 7.000 m2. Der auf dem zylindrischen, achtstöckigen Büroturm aufgestellte Stahlturm bildet mit seiner weit sichtbaren und beleuchteten Spitze (Gesamthöhe 96 m) das neue Messe-Wahrzeichen. Das gläserne Foyerbauwerk ist der Haupteingang von Westen. Eine 500 m lange Mall verbindet die einzelnen Objekte der Messe.
Messe Wien | 1020 Wien | 2001 - 2004